Bandscheibenvorfall: Therapie und Selbstheilungskräfte

Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall...

Diesen Artikel "Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall" schreibe ich als aktuellen Erfahrungsbericht und möchte damit Wege aufzeigen, die Ihnen helfen können, Ihr Rückenleiden richtig zu erkennen und zu verstehen. Ich "danke"  meinem Rücken und meiner Bandscheibe, die die Hauptdarsteller und Akteure dieser Geschichte sind und die jeden Umweg und jeden Versuch über sich ergehen ließen. 

Dieser Bericht ersetzt weder eine ärztliche Untersuchung, noch hat er den Anspruch auf Richtigkeit für jeden Leser. Ich möchte nur meine ganz persönliche Erfahrung aufzeichnen.

 

Der Bandscheibenvorfall ist ein Begriff, von dem jeder sofort weiß, was gemeint ist. Es ist fast schon ein alltäglicher Ausdruck geworden für stärkere Rückenschmerzen. In den meisten Fällen nickt der Gesprächspartner wissend und kontert: "Hab ich auch schon gehabt". Auch ich ging mit der Aussage dieser Diagnose sehr leger um. Es war für mich der Ausdruck für "Rückenschmerzen", die bereits diagnostiziert sind. Eine Krankheit, die nicht so recht definierbar ist und doch den Hang zum Modewort hat. Dachte ich! Erst als ich selbst betroffen war, wurde ich eines Besseren belehrt. Mein oberflächliches Wissen um die Beschwerden bei einem Bandscheibenvorfall konnte ich nicht mit den Schmerzen in Verbindung bringen, die ich gerade spürte.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass mein Umfeld sich nur schwer vorstellen konnte, wie ich mich fühlte und was in mir vorging. Wie sollte ich diese Beschwerden auch beschreiben? Es waren unbeschreibliche Schmerzen, die mit den üblichen Rückenschmerzen oder Verspannungen nicht zu vergleichen war. Jede auch noch so kleine Bewegung tat irrsinnig weh und blockierte mich augenblicklich. Mein Alltag war mit diesem " Vorfall " komplett ausbremst.

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Ungewollte Entschleunigung auf "0"

In diesem Moment war es mir egal, wie man das nennt! Hexenschuss? Bandscheibenvorfall ? Verspannung?

Ich wusste nur, ich kann mich nicht mehr bewegen und ich eine panische Angst beherrschte mein Denken. Die Vorstellung, sich daran nie mehr etwas ändern würde...  Das ganz normale  Aufrichten zum Gehen war ebenso unmöglich, wie das Hinsetzen auf einen Stuhl. Der Sessel, die Couch, sie waren alle viel zu tief und die einzelnen Treppenstufen viel zu hoch.

Die Arzthelferin am Telefon versuchte mich zu überreden,  in die Praxis zu kommen, natürlich erst, nachdem ich ein Schmerzmittel, z.B. IBU, genommen hätte. Das schien mir zunächst unmöglich, doch nach einer IBU 600 und weiteren 20 Minuten, ließen die Schmerzen etwas nach. Doch es war kein Gehen - bis zum Auto - es war mehr ein Schleichen und das nur mit Hilfe. Ob ich richtig gekleidet aus dem Haus ging oder ob die Frisur saß, war an diesem Morgen kein Thema. Nicht mal der Blick in den Spiegel war mir wichtig.

Wichtig war nur die Frage, wie schaffe ich es auf den Beifahrersitz meines Wagens. Und nicht nur, wie komme ich in das Auto, sondern auxh wie schaffe ich es auf den Sitz, der mir plötzlich viel zu tief erschien. Mit viel Hilfe, viel Geduld und vorallem ganz ganz langsam schafften "wir" es irgendwann...

Die Fahrt, auch wenn der Fahrer noch so vorsichtig gefahren ist, war fast unerträglich. Jede Unebenheit, jedes Bremsen und jedes Anfahren wurde von mir mit einem Aufschrei quittiert.

Dann stand ich dem Arzt gegenüber, der nach einer sehr kurzen Untersuchung seine Diagnose stellte:  "Bandscheibenvorfall" .

Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Diese Diagnose ist ein "Vorfall" , der mich für den Rets meines Leben begleiten wird. Aber was ich heute weiß: ich musste meinen ganz persönlichen Weg finden, um mit dem Bandscheibenvorfall unbehindert und schmerzfrei leben zu können. Je genauer Ihnen die Diagnosen mitgeteilt wird, um so eher können Sie Ihren ganz persönlichen Weg finden. Ob mit der Hilfe von konservativen Methoden oder durch Aktivierung Ihrer Selbstheilungskräfte, das müssen Sie selbst entscheiden. Es ist immer Ihr Entscheidung und diese kann Ihnen niemand abnehmen. Oder besser ausgedrückt, lassen Sie sich diese bitte nicht abnehmen.

Ich zeige Ihnen hier meinen ganz eigenen Weg auf und ich hoffe, Sie können meine Erkenntnisse nutzen und daraus  profitieren. Es wäre schön, wenn Sie sich dadurch einige "Umwege" ersparen könnten.   

1. Schmerzmittel und Krankengymnastik

Zu diesem 1.Schritt musste ich nicht überredet werden, ich hätte jede Hilfe angenommen. Eine Spritze gegen die Schmerzen, gefolgt von 2 weiteren an den darauffolgenden Tagen, gehört zur obligatorischen "Notversorgung". Ebenso wie die Verordnung über 6 x Fango und 6 x Krankengymnastik. Diese Behandlungen sollten natürlich sofort beginnen, scheiterte aber am vollen Terminkalender der Physiotherapeuten, die auf Wochen ausgebucht sind. Also kaufte ich mir Fachbücher über Rückenschmerzen und deren Behandlungen. Aber ich legte sie sehr schnell wieder beiseite, denn die Übungen, die vorschlagen werden, waren in meinem Zustand nicht durchführbar. Ich hatte Angst vor jeder falschen Bewegung. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich auch noch, dass nach der Physiotherapie alles in absehbarer wieder gut ist. Leider war es nicht so und die Beschwerden steuerten mich und meinen Alltag immer mehr.

Der Bandscheibenvorfall ist das Wichtigste in meinem Leben geworden. Nach ihm richtete sich nun alles. Sogar der Bürostuhl wurde ausgetauscht, der Autositz erhielt einen Sitzkeil und die Matratze bekam eine etwas weichere Auflage. Alle Gespräche drehten sich um meinen Vorfall.  Eine IBU 600 - jeweils morgens, mittags und abends - war obligatorisch geworden und linderten nicht nur die Schmerzen, sie sollten auch die Entzündung mildern.

1. Tipp:

  • Hören Sie auf Ihren Arzt und nehmen Sie die Schmerzmittel regelmäßig ein. Im akuten Zustand ist das die richtige Therapie. 
  • Für die Bandscheibe ist "Ruhe" Gift und Sie "müssen" sich bewegen, das schaffen Sie aber nur mit der richtigen Dosis an Schmerzmitteln.
  • Der akute Schmerz wird in unserem Schmerzgedächtnis mit bereits gespeicherten Schmerzerfahrungen verglichen und kann seine Intensität oder Form dadurch verändern.

 

2. Orthopäde und CT

Hexenschuss oder Bandscheibenvorfall
Bandscheibenvorfall

Nach den ersten 6 Behandlungen des Physiotherapeuten folgte eine 2. Verordnung und eine Überweisung zum Orthopäden. Ich wählte einen Facharzt für Orthopädie, der einem Diagnosezentrum anhängig ist. Ich wollte sicherzustellen, dass ich eine bildgebende Diagnose erhalte. Auf dem CT, das sofort angefertigt wurde, zeigte sich der Grund meiner Beschwerden sehr eindeutig. Als Laie wusste ich damals nicht, warum der Orthopäden nicht gleich die richtigen Worte fand. Er formulierte die Diagnose verhalten und äußerte sich vorsichtig. An jeweils 3 Stellen sei ein Vorfall deutlich zu erkennen und er bat mich, schnellst möglichst einen Neurochirurgen aufzusuchen.

2.Tipp:

Dieser Schritt ist zu Beginn Ihrer Beschwerden der wichtigste Schritt.

  • 1. Suchen Sie sich einen Orthopäden, der einem Diagnosezentrum anhängig ist. 
  • 2. Drängen Sie auf ein CT -  alles andere verzögert Ihren Leidensweg.

3. Neurochirurgie

Mit den CT-Bildern in der Hand saß ich schon am nächsten Morgen in der Neurochirurgie des Krankenhauses. Ich wusste nicht so recht, was mich hier erwartet, aber es stellte sich heraus, dass ich in den richtigen Händen war. Mit viel Einfühlungsvermögen und noch mehr Kompetenz erklärte mir der Arzt meine CT Bilder. Anhand dieser muss er entscheiden, ob der Vorfall einer OP bedarf, ob die Gefahr einer Nervenschädigung gegeben ist. Sehr ausführlich besprach er das Für und Wider einer OP, bzw. ab wann ich keine Wahl mehr habe. Zum ersten Mal ging ein Arzt sehr genau und intensiv auf meine Beschwerden ein. Er hörte mir zu und fragte detailliert nach. Wie lange das Rückenleiden schon besteht, ob ich schon des öfteren einen Hexenschuß hatte und was ich bereit wäre, selbst zu tun. Fragen zum Beruf, dem Arbeitsplatz, der Freizeit und der sportlichen Betätigungen. Meine Antworten analysierte er mit mir gemeisam und wir einigten uns darauf, nochmals 4 Wochen zu warten, ob sich die Bandscheibe wieder zurückzieht.

Oft bildet sich ein Vorfall wieder soweit zurück, dass eine merkliche Erleichterung eintritt und keine OP notwendig wird. Sollte in einem Monat der Zustand unverändert sein, ist die Operation der einzige Weg. Sollte es aber in der Zwischenzeit zu einer Lähmungserscheinung oder Ausfall kommen, ist eine Not-OP innerhalb von 12 Stunden notwendig. Er verschrieb mir weiterhin Krankengmnastik, in Verbindung mit Schlingentisch. Beide Behandlungen konnten vom Physiotherapeuten nicht durchgeführt werden, meine Bewegungsmöglichkeiten waren zu eingeschränkt und im Schlingentisch gab es keine Stellung, die ich ertrug. Der Therapeut entschied sich, wie schon zuvor, für feuchte Wärme und zu einer ganz leichten Massage.

3.Tipp:

  • Diesen Schritt würde ich mir heute sparen und den Orthopäden, der das CT erstellte, um unmissverständliche Aufklärung bitten. Er hätte mir sicher Auskunft geben können,ob die Nerven schon geschädigt sind. In diesem Fall oder bei Lähmungserscheinungen und/oder Ausfällen, wird er Sie sofort in die Neurochirurgie eines Krankenhauses einweisen. 

4. Orthopädie und Akupunktur

Um in dieser Zeit orthopädisch betreut zu werden, musste ich mir einen anderen Orthopäden suchen. (Der Arzt für Neurochirugie wollte mich nur noch zur OP sehen.) Diesen Facharzt interessierte mein CT Bild, das ich ihm vorlegte, überhaupt nicht. Er ließ ein Röntgenbild anfertigen und entschied sich mit einem Blick auf die bildgebende Diagnose, für eine Weiterbehandlung durch Akupunktur, statt der Physiotherapie. Die Nadeln setzte er mir selbst im Hauruckverfahren. Die Arzthelferin erklärte mir nur noch, wie ich richtig liegen muss, damit der Arzt beim Setzen der 8 Nadeln keine Zeit verliert. In weiteren Kabinen lagen noch 8 -10 Patienten, die nur durch einen Vorhang von mir getrennt waren. Zunächst empfand ich dies für störend, was es aber nicht war,  da keine Zeit für einen Wortwechsel mit dem Arzt war. Er duldete keine Frage und er verließ die Kabine grußlos, wie er sie auch betreten hatte. Er war in Eile, wie mir die Arzthelferin versicherte! Dieses Prozedere ließ ich nur 2x zu, dann sagte ich die Behandlungen ab und nahm nur noch das Schmerzmittel.

4. Tipp:

  • Diese Weiterbehandlung hätte auch mein Hausarzt fortführen können. Ich finde es nicht in Ordnung, wenn der Facharzt zwischen zwei Patienten eine Behandlung durchführt, die ich privat bezahlen muß.
  • Diesen Schritt können Sie sich sparen.

5. Osteopathie, das Surfen durch den Körper.

Frustriert suchte ich nach Alternativen und fand dazu Bücher wie: "Den Rücken heilen", "Die geistige Wirbelsäulenaufrichtung", "Spirituelle Rückenschule" und "Osteopathie, surfen durch den Körper". Ich las diagonal und es fiel mir damals noch schwer, zu verstehen, dass dies auch Therapiemöglichkeiten sein sollen. Aber die sichtweise veränderte sich langsam und ich suchte nach einem Osteopathen, der dem entsprach, was der Autor des Buches beschrieb. Diesen fand ich, durch Empfehlung, 430 km von zu Hause entfernt. Und das mutete ich meinem Rücken auch zu, der sich nicht unbedingt aufs Autofahren freute. Doch die Überzeugung, den Richtigen für mein Rückenleiden gefunden zu haben, war stärker. Ich bekam sofort einen Termin und heute weiß ich, dass er die Dringlichkeit spüren konnte. Er brauchte keine Bilder oder Diagnosen, er sah mich in meiner Ganzheit, beobachtete meine Gestik und hörte auf meine Worte. Es war tatsächlich ein Surfen im Körper *. Der Kopf, die Halswirbelsäule, vom Rücken bis zur Fußsohle, alles wurde in die Behandlung mit einbezogen. Ein Aufspüren und Lösen von Blockaden. Habe ich die Umwege wirklich gebraucht, um meinen Bandscheibenvorfall in einem anderen Licht erscheinen zu lassen? Um mich tiefer mit den Gründen des Rückenleidens befassen zu müssen? Um mich einzulassen auf eine andere Sichtweise?

Die Antwort ist ein lautes "JA"!

5.Tipp:

  • Suchen Sie nach einem Osteopathen, der nicht nur sein Handwerk gelernt hat, sondern energetisch arbeitet. Fragen Sie nach, ob er von den Krankenkassen anerkannt ist, denn immer mehr gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich an den Kosten. Zum Teil bis zu 6x im Jahr.

6. Körper, Geist und Seele.

Die Behandlung beim Osteopathen war auch für meine Seele bestimmt. Sie wurde von ihm mitbehandelt, natürlich nicht in den üblichen 20-45 Minuten. So funktioniert "ganzheitlich" nicht. Im Verlauf der nächsten Tage wurde ich viel beweglicher und nach einem weiteren Termin bei ihm, konnte ich ohne Schmerztabletten mit dem Auto nach Hause fahren. Während der Behandlung genügten einige Denkanstöße, um meine Gedanken zu verändern. Ich wusste nun, es gibt Möglichkeiten, meine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und vertraute darauf, dass es mir gelingt. Der Bandscheibenvorfall zeigte mir, dass Körper, Seele und Geist nicht im Gleichgewicht waren. Wieder zu Hause angekommen, suchte ich mir Vorort einen Osteopathen und stellte sehr schnell fest, dass es gravierende Unterschiede gibt. Auch wenn diese ihr Handwerk gut gelernt haben, so ist es nicht mit dem zu vergleichen, was ich als Osteopathie kennengelernt hatte. Ich brauchte keine Massage, sondern eine ganzheitliche Therapie, aus dem Wissen um Körper, Geist und Seele. Ich benötigte einen Therpeuten, der die Energien im menschlichen Körper spürt und mit seinen Händen dafür sorgen kann, dass diese im Fluss sind, frei von Blockaden. Einen Osteopathen dieser Qualität konnte ich in meiner Nähe leider nicht finden, begegnete aber auf meiner Suche nach Ganzheitlichkeit, Energie und Heilung einer Therapeutin, die genau das verinnerlicht. Nur die Lehre ist eine andere.

6.Tipp:

  • Wenn Sie keinen Osteopathen finden, der ihren Anforderungen entspricht, suchen Sie im Kreise der Heilpraktiker einen Therapeuten, der energetische Behandlungen anbietet. Oft sind dies Yogalehrer oder Shiatsu-Praktiker. Eine energetische Ganzkörpermassage oder eine Shiatsu Behandlung bringt Sie wieder ins Gleichgewicht.

7. Ayurveda, das Wissen vom Leben.

Auf dem Weg zu einem neuen Verständnis der Heilung, begegnete ich einer Heilpraktikerin und ausgezeichneten Ayurveda-Praktikerin. In Sri Lanka leitet sie - zusammen mit einem Ayurveda-Arzt der University - ein Haus für Kuren und Therapien. Sie begann jede Behandlung mit einem Gespräch, bei dem sie sich aus den Worten, der Stimme und der Körperhaltung ihre Informationen holte. Danach entschied Sie sich für die Art der Behandlungen. Mal eine energethische Ganzkörpermassage, um Blockaden zu lösen, ein anderes Mal war es die Ayurvedamassage zur Entschlackung und Entsäuerung. Es waren ganzheitliche Behandlungen und Gespräche, die meinen Bandscheibenvorfall nicht direkt berührten, sondern über Körper, Seele und Geist wurden meine Selbstheilungskräfte aktiviert. Als Heilpraktikerin begleitete Sie mich mit Ihrem Wissen in der Homöopathie und unterstützte damit die Be-Handlungen. Es war ein weiterer Schritt zu meinem Verständnis für ganzheitliche Heilung.

Ayurveda, das Wissen um das Leben!

Es war nur ein Bruchteil der Lehre, die ich bei Ihr kennenlernen durfte und in mir entwickelte sich der Wunsch, tiefer in dieses Wissen um das Leben eintauchen. Eine Reise und Kur in Sri Lanka, die von "meiner" Heilpraktikerin persönlich begleitet wird, ist bereits in Planung.

7.Tipp:

  • Achten Sie bitte genau darauf, wer Ihnen eine Ayurvedamassage anbietet. Sie muss authentisch sein und der Lehre des Ayurveden gerecht werden.
  • Informieren Sie sich über eine Ayurveda-Kur in Sri Lanka. Ich lege Ihnen meinen Vorschlag als Link an.

8. Die geistige Wirbelsäulenaufrichtung

Kräutergarten in Bad Saulgau
Kräutergarten

Es begeisterte mich im Laufe der Zeit immer mehr, dass meine Heilung aus mir selbst kommen kann und ich Wege gefunden habe, meine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. "Wege gefunden zu haben" heißt: ich war noch nicht am Ziel. Wie so oft ist der Weg das Ziel und dazu gehörte die Entscheidung zu einer Kur in Bad Birnbach. Zweimal pro Tag schwimmen im Thermalwasser oder im Solebad schweben. Eine Wohltat für meinen Rücken. Spazieren gehen im Kurpark, der durch seine Einfachheit einen ganz eigenen Charme besitzt. Das Kräutergärtchen und einen Weg für die Sinne, sind Geschenke für die Seele.

An diesem Ort, Bad Birnbach ( ein Kraftort, über den ich in einem anderen Artikel schreibe) suchte und fand ich eine "Heilerin".

Ich hatte von der geistigen Wirbelsäulenaufrichtung gelesen und nun die Gelegenheit, sie erfahren zu dürfen. Ich wusste nicht, was ich mir darunter vorstellen sollte und vertraute mich dieser liebenswerten Person an. Sie strahlte Liebe und Harmonie aus und gab mir das Gefühl, mich in die richtigen Hände begeben zu haben. War es mir bei dem Wort "Heilerin" nie so ganz wohl, so überzeugte mich Ihr Tun und Ihre Ausbildungen. Sie ist nicht nur Heilpraktikerin, sondern hat das Fach Astrologie in der Schweiz studiert. Zu diesem Zeitpunkt brauchte ich wohl noch dieses Wissen um Ihre Ausbildung, worüber ich mich heute nur wundern kann. Sie arbeitete mit göttlichem Beistand und nimmt sich selbst zurück. Auf dieser geistigen Ebene ließ ich mich mitnehmen auf dem göttlichen Weg zur Heilung. Es war eine unbeschreibliche Behandlung, die ich wahrnehmen durfte und ich lernte dabei "Anzunehmen". Etwas, das mit meinem analytischen Verstand nicht greifbar war.

Die Woche verging und ich gönnte mir weiterhin täglich die Therapien im Thermalwasser und genoss die Spaziergänge im Kurpark, das Verweilen im Kräutergarten und besucht die Löwen, die die Thermalquelle bewachen.

Wieder zu Hause, waren meine Schmerzen fast vergessen, die Bewegungen fielen mir leicht und ich benötigte keine einzige Tablette mehr. Seit langer Zeit konnte ich wieder durchschlafen und wachte nicht bei jedem Umdrehen an einem stechenden Schmerz auf.

8.Tipp: 

  • Die "geistige Wirbelsäulenaufrichtung" möchte ich Ihnen unbedingt empfehlen. Denken Sie nicht darüber nach, ob "Heilerin" negativ belegt ist, denken Sie an Ihre Heilung und versuchen Sie diesen Schritt zu gehen. 

Mein Weg - Mein Résumé

Seit dem Tag, an dem ich nicht wusste, wie ich Aufstehen soll, sind 18 Monate vergangen und seit meinem Besuch bei der "Heilerin" benötige ich immer noch keine Schmerztabletten. Inzwischen treibe ich wieder Sport und auch der Garten hat mich wieder. Die heilsamen Behandlung bei meinem Osteopathen in der Ferne und bei meiner Ayurveda-Therapeutin werde ich mir immer wieder geben lassen. Die Heilerin in Bad Birnbach wird immer wieder mein Ziel sein, um mich "Aufzurichten".

Ich bin sehr dankbar, diesen 3 Menschen begegnet zu sein, die mir nicht nur körperlich halfen, sondern auch meinem Geist und meiner Seele. Menschen die mich auf meinem Weg begleiteten, mich zurechtrückten und die ich nicht mehr missen möchte. Dass ich alles richtig gemacht habe, zeigte mir die Aussage eines Chefarztes der Orthopädie bei meiner neusten Vorstellung in der Klinik. Er betrachtete lange die CT Bilder, fragte mich, ob es tatsächlich meine Bilder seien und sagte dann zu seinen Kollegen: "Sehen Sie, so sehen Wunder aus!" Es ist kein Wunder, es waren die richtigen Menschen, die mir begegnet sind und der richtige Weg, auf den ich mich einließ.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren ganz persönlichen Weg finden!

...nach 3 Jahren

Immer wieder erhalten ich Anfragen, wie es mir heute geht. Einigen Menschen fragen exakt nach, andere wollen Details wissen. Gerne beantworten ich alle Fragen, aber ich will es auch zum Anlass nehmen, um über meinen weiteren Weg zu berichten. Den Bandscheibenvorfall habe ich in mein Leben eingebaut und es gibt Situationen, da werde ich an ihn erinnert...

Ich bin noch immer nicht operiert und bin (fast) allen Therapien treu geblieben:

Regelmäßig gönne ich mir eine Osteopathie-Behandlung und genieße das wöchentliche Thermalbad. Neu hinzugekommen ist die Akupunktur, wofür ich einen Spezialisten gefunden habe, der mir bei Kniebeschwerden optimal half. Dafür habe ich die geistige Wirbelsäulenaufrichtung seit 2 Jahren nicht mehr ausführen lassen. Warum? Das kann ich nur gefühlsmäßig beantworten. Ich stehe heute an einem anderen Punkt meiner Beschwerden. Sie sind nicht mehr akut und ich bin daran "gewachsen". Die Heilerin wollte mich tiefer mit der geistigen Heilung verbinden, was für mich im Augenblick zu "geistig" ist. 

Aus meinen regelmäßigen Kuraufenthalten in Niederbayern ist inzwischen ein Daueraufenthalt geworden. Es ist eine wunderbare Region, in der ich immer wieder auf Menschen treffe, die Krankheiten aus einer anderen Sicht sehen und so zur Heilung beitragen. Manchmal muss man auch nur einen Schritt aus der Komfortzone  heraus treten, und Gewohntes verlassen. Ich habe meine Wunsch-Therapeuten hier gefunden. Sei es der Osteopath, der Akupunkteur oder die Heilpraktikerin. Ich kombiniere alles mit Bewegung - im Sommer tägliches Schwimmen im Freibad, im Winter im Thermalbad mit Aussenbecken und dazwischen 1-2 x pro Woche Gerätesport im Fitnesscenter. Ja genau: FITTNESS-CENTER. Ich war sehr erstaunt, dass ich dort nicht die Älteste war, ganz im Gegenteil, es sind sehr viele Männer und Frauen im Pensionsalter, die beim täglichen Sport ihre Fitness erhalten. Dienstags Abend nehme ich das Yoga-Angebot an und  zum REHA-Sport bin ich nun über die Krankenkasse angemeldet. Ich überlege mir inzwischen, ob ich mir ein Garten Trampolin kaufen soll, das alle Bewegungen vereint. Natürlich ist es entscheidend, dass die Wahl auf ein Trampolin fällt, das die Knochen schont. Eine Entwicklung, die natürlich mit meiner Freizeit zu tun hat, die ich großzügig für meine Gesundheit nütze. Ja, ich habe meinen Managerjob abgegeben und danach bemerkt, dass es nicht zu früh war ...

 

Haftungsausschluss

Leider muss ich Sie darauf hinweisen, dass ich nicht für Personen und Therapien haften kann, auf die ich hier hinweise oder die ich empfehle. Es ist ein privater Artikel,

der jegliche Haftung ausschließt.

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Kommentare: 2
  • #1

    Christian Schmitzberger (Sonntag, 27 März 2016 09:39)

    Guten Tag,

    Haben Sie einen Tip für einen guten Ostepaten in Raum Rottal Inn.

    Mfg. Christian S.

  • #2

    Gisela Fischer-Eggler (Dienstag, 29 März 2016 22:37)

    Ja, ich denke schon. Bitte senden Sie mir eine PN.
    Mfg. mynouvelles