Allgäuer Holdermus

Das Mus, das nach Heimat schmeckt...


Es ist Holunderzeit!

Die blauen Beeren werden täglich dunkler und wenn Sie ganz schwarz sind, ist endlich die Zeit gekommen, für mein Allgäuer Holdermus. Das alte Rezept der Mama hat Familientradition und wird seit Generationen bei uns  "so" gekocht. Die Allgäuer  lieben "Ihr Mus" in allen Variationen. Mit Vorliebe wird es aus Wald- und Wildbeeren gekocht. Nicht selten greifen wir dabei direkt in die Gesundheitskiste der Natur, wie hier beim Holunderstrauch. Nicht nur aus den Beeren des Hollers, auch aus der Wurzel, der Rinde, den Blättern und den weißen Blüten werden Heilmittel hergestellt. Vor den alten Bauernhöfen im  Allgäu steht noch heute der geliebte , der schon immer seinen Platz vor dem Haus hatte. Er soll Unheil abwenden und gleichzeitig ist er die eigene Apotheke vor der Haustür.

 

Für das Hollermus benötigen Sie:

 

500 g Holder ohne Stengel

Zucker nach Geschmack

Etwas Salz

1/8 Liter Milch

50 g Butter

1 Esslöffel Mehl

 

Die Holunderbeeren müssen in der Pfanne mit wenig Wasser erhitzt werden, bis die Beeren "verschnellen". Bereiten sie eine kleine Mehlschwitze und rühren Sie diese unter die geplatzten Hollerbeeren. Das Ganze  unter dauerndem Rühren (mit dem Holzkochlöffel) gut aufkochen lassen. Das Mus mit heisser Butter abschmelzen und fertig ist die g'sunde Leibspeis'.

Als Schmanckerl werden abgeröstete Brotwürfel über das Hollermus gegeben.

 

Servieren Sie das Holundermus direkt in der Kupfer-Pfanne.  Lant's euch schmecke!

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    leni (Dienstag, 06 August 2013 21:54)

    ich freue mich schon auf's nachkochen - jetzt gehe ich auf holler suche